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29. Juni 2007

LANXESS bringt Business Unit Lustran Polymers in weltweites Joint Venture mit INEOS ein


Vollständiger Ausstieg aus diesem Geschäft zwei Jahre nach dem ersten Closing, das für Ende September 2007 erwartet wird / Zahlung des Kaufpreises in zwei Schritten

Leverkusen – Der Leverkusener Chemiekonzern LANXESS hat die Partnersuche für sein weltweites ABS-Kunststoffgeschäft erfolgreich abgeschlossen und gründet mit dem britischen Chemiekonzern INEOS ein Joint Venture. LANXESS bringt seine Business Unit Lustran Polymers in das Gemeinschaftsunternehmen ein und wird zu Beginn einen Minderheitsanteil von 49 Prozent halten. Im Zuge der Transaktion gehen auch alle entsprechenden Pensionsverpflichtungen von annähernd 30 Millionen Euro auf das Joint Venture über. LANXESS wird eine erste Kaufpreis-Zahlung von 35 Millionen Euro nach dem ersten Closing erhalten, das für Ende September 2007 erwartet wird.

„Die Business Unit Lustran Polymers in das Gemeinschafts-unternehmen unter Führung von INEOS einzubringen, ist ein überaus wichtiger Meilenstein in der Neuausrichtung von LANXESS. So bieten wir dem Geschäft sowie den Mitarbeitern die besten Entwicklungsmöglichkeiten“, unterstrich der LANXESS-Vorstandsvorsitzende Axel C. Heitmann. “Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens baut INEOS eine starke Marktposition in einem neuen Produktbereich auf und ergänzt unser Portfolio in den Bereichen Styrenics, Polyethylen, Polypropylen und PVC-Kunststoffen“, erklärte Jim Ratcliffe, Vorstandsvorsitzender von INEOS. „Das Joint Venture fügt sich gut in unsere bestehenden Geschäftsbereiche ein und wird von unserer günstigen Rohstoffversorgung profitieren.”

Die Partner vereinbarten, dass INEOS zwei Jahre nach dem ersten Closing auch den 49%igen Minderheitsanteil von LANXESS am Gemeinschaftsunternehmen übernehmen wird. LANXESS wird sich damit vollständig aus diesem Geschäft zurückziehen. Zu diesem Zeitpunkt erhält LANXESS eine an den wirtschaftlichen Erfolg des Gemeinschaftsunternehmens gekoppelte zweite Kaufpreiszahlung.

„Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit fest vereinbarten Ausstiegskonditionen haben wir nicht nur für unsere Business Unit Lustran Polymers eine zukunftssichere Lösung mit den besten Entwicklungschancen gefunden, sondern auch sichergestellt, dass LANXESS am Erfolg der vor zwei Jahren begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen teilhaben kann“, betonte Heitmann. Da die INEOS-Gruppe alle drei für das ABS-Geschäft wichtigen Rohstoffe herstelle, könne das Gemeinschaftsunternehmen in Zukunft wettbewerbsfähiger werden und die zyklischen Schwankungen des Geschäfts besser ausgleichen, sagte Heitmann weiter.

Die Transaktion bedarf unter anderem noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden. Die Parteien erwarten das erste Closing für Ende September 2007. LANXESS wird dann seinen Anteil an dem Joint Venture als „sonstige Beteiligung“ bilanzieren.

Die Business Unit Lustran Polymers erzielte 2006 mit weltweit rund 1.600 Mitarbeitern ein EBITDA vor Sondereinflüssen von rund 16 Millionen Euro bei einem Umsatz von knapp 900 Millionen Euro. Für 2007 ist ein EBITDA vor Sondereinflüssen von schätzungsweise 40 Millionen Euro geplant.

Die britische INEOS Group, nach BASF und Dow Chemical der drittgrößte Chemiekonzern der Welt, beschäftigt rund 16.600 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 38 Milliarden US-Dollar. Der Konzern hat 73 Produktionsstandorte in 18 Staaten und verfügt weltweit über Produktionskapazitäten von mehr als 30 Millionen Jahrestonnen für petrochemische Erzeugnisse.

 


Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der LANXESS AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.